Kritik aus Kärnten

Bund stellt Pla­nung zum Aus­bau der B 317 ein!

Während der Sicherheitsausbau der S 37 zwischen St. Veit Nord und Süd nächstes Jahr startet, legt der Bund den Ausbau der B 317 auf Eis. Scharfe Kritik an diesem Vorgehen kommt von Landesrat Martin Gruber.

Straßenbau Der Sicherheitsausbau der S 37 (Klagenfurter Schnellstraße) im Abschnitt zwischen St. Veit Nord und Süd startet wie geplant nächstes Jahr.

© Pixabay/PIRO4D

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Ver­kehrs­mi­nis­te­rin Leo­no­re Gewess­ler ver­öf­fent­lich­te heu­te Ergeb­nis­se ihrer Eva­lu­ie­rung von Stra­ßen­bau-Pro­jek­ten. Laut Lan­des­rat und Stra­ßen­bau­re­fe­ren­ten Mar­tin Gru­ber bringt die­se Eva­lu­ie­rung für Kärn­ten eine posi­ti­ve, aber zugleich auch eine äußerst frag­wür­di­ge Ent­schei­dung mit sich.

Kein fach­li­ches Argu­ment

Die gute Nach­richt: Der Sicher­heits­aus­bau der S 37 (Kla­gen­fur­ter Schnell­stra­ße) im Abschnitt zwi­schen St. Veit Nord und Süd star­tet wie geplant nächs­tes Jahr. Die schlech­te Nach­richt: Die Minis­te­rin lässt die Pla­nun­gen der „Asfi­nag“ für den wei­te­ren Aus­bau im Bereich der B 317 (Frie­sa­cher Stra­ße) dage­gen ein­stel­len, teilt Lan­des­rat Gru­ber mit. „Der Bau­start bei der S 37 ist ein wich­ti­ger Etap­pen­sieg. Unser Ein­satz und auch die Reso­lu­ti­on an die Minis­te­rin haben hier Wir­kung gezeigt“, freut sich Gru­ber. Die Ent­schei­dung zur B 317 ist aus sei­ner Sicht aber völ­lig unver­ständ­lich. „Es wur­de von der Minis­te­rin kein fach­li­ches Argu­ment dafür genannt. Hier wird Par­tei­po­li­tik vor Ver­kehrs­si­cher­heit gestellt“, kri­ti­siert Gru­ber.

„Wir kämp­fen wei­ter“

An dem Plan, in einem ers­ten Abschnitt der B 317 zwi­schen Hirt und Frie­sach ab 2022 eine „2 + 1“-Zwischenlösung umzu­set­zen, hält Gru­ber den­noch fest. Das letz­te Wort ist, so der Lan­des­rat, noch nicht gespro­chen: „Ich wer­de wei­ter dafür kämp­fen, dass die bereits gestar­te­ten Pla­nun­gen für die B 317 wie­der­auf­ge­nom­men wer­den.“ Der gesam­te Abschnitt ist gemäß Anla­ge des Bun­des­stra­ßen-Geset­zes sowie per Ver­ord­nung des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums aus­ge­wie­se­nes Bun­des­stra­ßen-Pla­nungs­ge­biet. „Damit haben Bund und Asfi­nag hier eine kla­re Ver­ant­wor­tung, für Ver­kehrs­si­cher­heit zu sor­gen. Ich wer­de nicht akzep­tie­ren, dass die Inter­es­sen der Pend­ler, der Anrai­ner, der Wirt­schaft und der gesam­ten Regi­on Mit­tel­kärn­ten hier ein­fach igno­riert wer­den“, stellt Gru­ber klar.

Reak­ti­on der FPÖ Kärn­ten

In einer Stel­lung­nah­me der FPÖ Kärn­ten wirft Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Ver­kehrs­spre­cher Harald Tret­ten­brein der Bun­des­re­gie­rung vor, ver­trags­brü­chig zu sein: „Es gibt eine ver­trag­li­che Ver­pflich­tung des Bun­des und der Asfi­nag aus dem Jahr 2005, dass der Aus­bau der S 37 und der B 317 von Kla­gen­furt bis zur Lan­des­gren­ze zu einer leis­tungs­fä­hi­gen und siche­ren Schnell­stra­ße umzu­set­zen ist.“ Die heu­ti­ge Ent­schei­dung der Ver­kehrs­mi­nis­te­rin bewer­tet er als Affront gegen­über Kärn­ten. „Offen­bar gilt bei der ÖVP-Grü­nen-Bun­des­re­gie­rung das Mot­to: kein Geld für die Schie­ne, kein Geld für die Stra­ße, kein Geld für Kärn­ten“, begrün­det Tret­ten­brein. Nun sind, so der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te, Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser und Lan­des­rat Mar­tin Gru­ber gefor­dert: „Not­falls muss Kärn­ten die Ver­ein­ba­rung zwi­schen Bund, Asfi­nag und Land ein­kla­gen.“

25.11.2021 17:27 - Update am: 26.11.2021 12:23
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Straßenbau Der Sicherheitsausbau der S 37 (Klagenfurter Schnellstraße) im Abschnitt zwischen St. Veit Nord und Süd startet wie geplant nächstes Jahr.

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