Julia Čas
„Die Gesellschaft ist auf Engagement angewiesen“
Aus der Reihe „Studentenleben“: Julia Čas (20) aus St. Kanzian ist Studentin der Umweltsystem-Wissenschaften an der Universität in Graz. In ihrer Freizeit engagiert sie sich bei „Fridays for Future“.
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Dass ein Studium und zusätzlich ein Engagement mit harter Arbeit verbunden sind, verkörpert die 20-jährige Julia Čas aus St. Kanzian am Klopeiner See auf besondere Weise. Als Studentin der Umweltsystem-Wissenschaften (Schwerpunkte Naturwissenschaft und Technologie) bringt sie viel Zeit für ihr persönliches Engagement für das Klima bei der „Fridays for Future“-Bewegung auf. Seit zwei Jahren ist sie ehrenamtlich an den „Fridays“ in Graz aktiv. „Es gibt so viele verschiedene Plätze und Möglichkeiten, wie die Freiwillige Feuerwehr zum Beispiel, sich als Mensch in seiner Freizeit einzubringen. Die Gesellschaft ist auf freiwilliges Engagement angewiesen“, ist sie überzeugt. Es braucht viele Menschen und jeder kann einen Beitrag für den Klimaschutz leisten.
Ihr Aufleben für das Klima
Die 20-Jährige schloss ihre Matura im Jahr 2020 am Stiftsgymnasium in St. Paul im Lavanttal ab. Danach führte sie ihr Weg in die Landeshauptstadt der Steiermark, nach Graz. „Während meiner Schulzeit ist es bei mir zu einem Aufleben eines starken Interesses am Klimawandel gekommen und natürlich auch an sämtlichen Umweltthematiken, die damit einhergehen“, erinnert sich Čas, die seit ihrem Umzug nach Graz zu zweit mit einer weiteren Kärntnerin in einer Wohngemeinschaft lebt. An Graz schätzt sie besonders die Studierenden-Community und die vielen Möglichkeiten, Zeit mit Freunden zu verbringen. Es ist nicht in Stein gemeißelt, ob sie in Graz bleibt, nach Kärnten zurückkommt oder doch woanders hinzieht. „Das lasse ich mir noch offen“, sagt die 20-Jährige.
Arbeitsgruppe „Mobilisation“
Innerhalb der „Fridays for Future“-Bewegung existieren verschiedene Arbeitsgruppen, die sich unterschiedlichen Themen widmen. Eine davon ist die Arbeitsgruppe für Mobilisation. „Meine Aufgabe ist es zum Beispiel, Willkommenstreffen zu organisieren und auch neue Mitglieder anzusprechen. Bei diesen Treffen geht es darum, Informationen und Erklärungen zur Verfügung zu stellen. Ebenso produziere ich Videos für Social-Media-Kanäle“, erklärt Čas, die versucht, einmal im Monat nach Kärnten zu kommen. Ist sie einmal hier, verbringt sie gerne und regelmäßig Zeit mit Freunden und Familie und spaziert entlang der Promenade „ihres“ Klopeiner Sees.
Vorträge und Diskussionen
Ihr Einsatz an den „Fridays“ gibt ihr nicht nur viel Energie, sondern auch Weiterbildungsmöglichkeiten zurück. „Neben dem Austausch und Kennenlernen neuer Menschen gehört auch der Besuch von Podiumsdiskussionen und Vorträgen zum Engagement dazu. Dabei erlernt man auch wichtige Managementaufgaben bei der Organisation von Aktionen und Treffen, die später einmal von Vorteil sind“, gibt Čas einen Einblick. Die Studentin aus St. Kanzian kann sich beruflich gut vorstellen, in Zukunft in einem nationalen Verwaltungsapparat, wie etwa im Klimaministerium, zu arbeiten.
