Swim ICE 2024
Eisschwimmer eroberten den Wörthersee
Gestern und heute, 9. und 10. Feber 2024, fand zum dritten Mal das Event "Wörhersee Swim ICE" statt. Lokale und internationale Athleten trafen sich im Parkbad Krumpendorf, um bei nur knapp fünf Grad Wassertemperatur in den Wörthersee zu steigen. Die hartgesottensten unter ihnen schwammen eine ganze Meile.
Die "Klagenfurter Eisbären" traten bei der Eischwimm-Meisterschaft im Parkbad Krumpendorf an.© KLiCK Kärnten
Wintersport – die meisten Menschen denken bei diesem Begriff ans Skifahren, Snowboarden und Schlittschuhlaufen. Aber es gibt noch viele andere Sportarten, die man in der kalten Jahreszeit ausüben kann. Wobei vor allem das Eisschwimmen immer mehr Fans findet, obwohl die meisten Sportbegeisterten nur beim Gedanken daran schon zu frösteln beginnen.
Internationaler Wettbewerb
Eisschwimmen bedeutet, bei einer Wassertemperatur unter fünf Grad Celsius ins kühle Nass zu steigen. Für diese Tätigkeit gibt es sogar einen eigenen Verein, nämlich die “International Ice Swimming Association”. Die Veranstaltung “Wörhersee Swim ICE” ist von dieser Organisation zertifiziert, wodurch das Event Sportbegeisterte aus aller Welt anlockt, die sich miteinander messen wollen. Wie es dazu kam, hat “KLiCK Kärnten” beim Vorjahreswettbewerb vom Initiator Erik Demczuk erfahren.

Heuer haben sich Schwimmer:innen aus Italien, Rumänien, Großbritannien und sogar Peru die Bahnen mit unseren heimischen Athlet:innen geteilt. Die Distanz ging dabei von 50 Metern bis hin zu einer Meile, also rund 1,6 Kilometern.
Die “Eisbären” von Klagenfurt
Wer zwischen September und April im Strandbad Klagenfurt spazieren geht, hat vielleicht schon die kleinen Gruppen bemerkt, die im kalten Wasser des Wörthersees ihre Runden drehen. Eine dieser Gruppen sind die “Klagenfurter Eisbären”, die auch beim heurigen Wettbewerb im Parkbad Krumpendorf angetreten sind.
Viele Menschen fragen sich jetzt vermutlich: Warum macht man sowas? “Es ist eine Challenge, die man sich selbst setzt und die das Immunsystem steigert. Seit ich Eisschwimmer bin, sind mir typische Winterkrankheiten wie Erkältung oder Schnupfen unbekannt”, erzählt der “Eisbär” Heinrich Braunecker, der heuer in der Distanz über 200 Meter den zweiten Platz machte und auch am Staffelschwimmen teilgenommen hat.

Dem pensionierten Lehrer geht es aber vielmehr um die mentalen Auswirkungen. “Wenn man regelmäßig ins kalte Wasser eintaucht, erhöht man seine mentale Stärke und wird ausgeglichener. Auf gut Kärntnerisch ausgedrückt: Es haut an so schnell nix mehr um”, sagt Braunecker.
Kein Wunder, denn bei eisigen Wassertemperaturen seine Bahnen oder Runden zu drehen, das kann einen nur stärker machen. Aber: Man benötigt dazu Überwindung und auch ein bestimmtes Maß an körperlicher Fitness. Wer mehr über das Eisschwimmen und den Wettbewerb erfahren möchte, der wird hier fündig: Wörthersee Swim — Ice swimming (woerthersee-swim.com)